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Roland Buhl- Geschichte

Irgendwann findet jeder seinen (Groß-)Meister ! Meine Umwege zum Dynamic Ving Tshun bei SIFU Tassos !
Kurze Geschichte meiner Kampfkunstlaufbahn:

In den 70er Jahren wuchs ich mit den Filmen von Bruce Lee auf und somit wuchs in mir , wie bei vielen Jugendlichen der damaligen Zeit, der Wunsch genauso kämpfen und sich bewegen zu können wie er.

Mein Weg führte mich damals allerdings erst mal in einen Verein bei dem ich Judo ( Der sanfte Weg ) machen konnte. Karate und vor allem Kung Fu waren in den 70ern und Anfang der 80er Jahre noch nicht sehr verbreitet. Judo machte ich dann bis zum orangenen Gürtel ( also ca. 2 Jahre ) und ich fand es ganz gut. Wichtig für mich war , dass ich Kampftechniken lernte Später, mit 16 Jahren als ich den Monatsbeitrag aus eigener Tasche bezahlen konnte, fing ich mit Karate Do ( Der Weg der leeren Hand ) an, was ich insgesamt 30 Jahre ( bis zum 3. Dan ) betrieb. In Jugendjahren auch Wettkampfmäßig. Mit der Mannsschaft hatten wir 1 Jahr die Möglichkeit in der Bundesliga zu kämpfen, was wir nicht wollten, da wir alle Berufstätig waren und der Trainingsaufwand und die Reisen an den Wochenenden uns zu viel abverlangen würde.

Zwischenzeitlich versuchte ich mal 1 Jahr lang Aikido ( Der Weg der harmonischen Energie ).
Nun hatte ich die populärsten japanischen Kampfkünste kennengelernt und alle fand ich richtig toll aber mir fehlte auch bei all diesen Künsten( Sportarten !) irgendwas und ich wusste auch was….

Ich hatte bereits in den 80er Jahren als ich mit dem Karate anfing, von Wing Tsun gelesen und auch die Videos der Budo Galas gesehen und hier faszinierte mich Wing Tsun besonders, da es blitzschnell, kompromisslos und direkt war und ohne „spektakuläre“ Gymnastikleistung , wie Tritte zum Kopf auskam. Dies war Selbstverteidigung pur ohne unnötige oder gar selbstgefährdenden Bewegungen.

Und es begeisterte mich zu sehen, dass es mit geschlossenen Augen vorgeführt wurde. Wie ist das möglich ??
Damals war mir aber eine Ausbildung bei Keith R. Kernspecht schlicht zu teuer und eine Wing Tsun Schule in der Nähe gab es noch nicht. Somit trainierte ich weiterhin Karate und verlor das Wing Tsun aber nie ganz aus den Augen und aus dem Sinn. Vielleicht eines Tages…

Und der Tag kam als unser Dojo geschlossen wurde und unser Trainer „altersbedingt „ aufhörte Karate zu unterrichten.
Ich befand mich zu der Zeit in einem Prozess des Suchens nach der Selbstverteidigung im Karate, was sich etwas seltsam anhört aber tatsächlich so ist. Je länger man Karate trainiert umso mehr merkt man dass hier die Selbstverteidigungsaspekte verloren gingen und dem Sportkarate im Laufe der Jahre zum Opfer fielen .

Somit besann ich mich wieder auf Wing Tsun und fand, es wäre an der Zeit nun endlich ( im Alter von 47 Jahren ) das zu lernen, was ich immer wollte, also machte ich mich im Umkreis auf die Suche nach Wing Tsun Schulen und fand auch einige.

Ich machte einige Probetrainings und Dank dem Internet machte ich mich schlau über die Lehrer und „Großmeister“ der Schulen.
Hierbei fiel mir auf, das SIFU TASSOS, dessen Budo Gala Auftritte ich schon in den 80ern gesehen hatte, tatsächlich vor meiner Haustür unterrichtet.

Hier in Rohrdorf ! Was für ein Glücksfall. Da war die Entscheidung auch schon gefallen und ich habe beim Probetraining bereits den Unterschied zu den anderen Schulen gespürt. Hier bei SIFU TASSOS bin ich richtig !

Er hat Wing Tsun in Deutschland und Europa bekannt und beliebt gemacht. Später hat er es verfeinert und an vielen Stellen verbessert und seinen eigenen Verband die IDVTA ( International Dynamic Ving Tshun Association ) gegründet.

Er ist einer der weltweit erfahrensten und technisch besten Großmeister des Wing Tsun, daran gibt es keinen Zweifel. Und im Unterschied zu vielen anderen Theoretikern hat er seine Techniken in vielen reellen Kämpfen unter Beweis gestellt.

Ich bin stolz und dankbar heute ein direkter Schüler von SIFU TASSOS sein zu dürfen.

Roland Buhl
3.Dan Shotokan Karate
2. SG Dynamic Ving Tshun